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Der Amoklauf von München - so war es in einer Nachrichtenredaktion

Ein Mann erschießt am Freitagabend in München neun Menschen, anschließend begeht er anscheinend Selbstmord. Lange ist von bis zu drei Schützen die Rede, in der Stadt herrscht Ausnahmezustand. Auch die Medien schalten in den Notfallmodus, die ARD und andere Sender berichten am Abend ununterbrochen. So habe ich den Abend und die Nacht in der NDR-Nachrichtenredaktion für die Radioprogramme erlebt.

Foto von flickr.com: Px4u by Team Cu29 (Unverändert); Lizenz CC BY-NC 2.0
Foto von flickr.com: Px4u by Team Cu29 (Unverändert); Lizenz CC BY-NC 2.0
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Wo Susanne Gaschkes Medienkritik in die Irre führt

Die ehemalige Kieler Oberbürgermeisterin und Journalistin Susanne Gaschke fragt sich, warum Medien in der Bevölkerung mittlerweile so unbeliebt sind wie Politiker. Ihre Kritik führt teilweise in die Irre.

Foto von Pixabay.com, Alexas_Fotos
Foto von Pixabay.com, Alexas_Fotos
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Was taugt die Beschreibung populistisch?

In Europa werden viele Parteien mit dem Begriff "rechtspopulistisch" umschrieben. Aber die Bezeichnung wird unterschiedlich verstanden. Die Medien sollten deshalb vorsichtig damit sein.

Die Hofburg in Wien, eigenes Foto
Die Hofburg in Wien, eigenes Foto
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Die Sache mit der Schweinefleischpflicht

Über die CDU in Schleswig-Holstein bricht eine Welle des Spottes herein. Sie will mehr Schweinefleisch auf den Tellern von Kantinen, Kitas und Schulen. Daraus wird schnell die Verkürzung auf eine Schweinefleischpflicht - auch wenn davon nie die Rede war. Einmal mehr läuft die Suche nach dem passenden Schlagwort ins Leere.

(Idealisiertes) Foto von PublicDomainImages, Pixabay.com
(Idealisiertes) Foto von PublicDomainImages, Pixabay.com
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Vermögen in Deutschland: Wächst die Ungleichheit?

"Die Vermögen in Deutschland sind zunehmend ungleich verteilt." So meldet es die Passauer Neue Presse und beruft sich auf Zahlen des Bundessozialministeriums. Man kann aber auch das Gegenteil herauslesen.

Foto: pixabay.com, PublicDomainPictures
Foto: pixabay.com, PublicDomainPictures
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Köln - mal wieder Medienversagen?

In Köln sind in der Silvesternacht viele Frauen sexuell belästigt, bedrängt und beklaut worden. Richtig groß wurde das Thema erst vier Tage später. Warum?

Foto von pixabay.com, Didgeman
Foto von pixabay.com, Didgeman

Rund um den Kölner Hauptbahnhof hat es in der Silvesternacht Übergriffe auf Frauen gegeben, auch in Hamburg gibt es mehrere Anzeigen. Die Schilderungen von Betroffenen und Zeugen sind dramatisch.

 

 

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Paris, Kunming oder Beirut?

Die Anschläge von Paris haben 129 Menschen das Leben gekostet, viele schweben noch in Lebensgefahr.  Trauer und Anteilnahme sind groß. "Wo war die Trauer bei den vielen Anschlägen außerhalb Europas?" fragen einige. Zu Unrecht.

Das Brandenburger Tor in Berlin wird in den Nationalfarben von Frankreich angestrahlt. Foto von Flickr.com, O. Horbacz
Das Brandenburger Tor in Berlin wird in den Nationalfarben von Frankreich angestrahlt. Foto von Flickr.com, O. Horbacz
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Bitte lernen Sie die Vokabel "Hotspot"

Die EU möchte Registrierungszentren an den Außengrenzen einrichten. Sie nennt die Idee "Hotspots". Kann sie gerne. Übernehmen muss man das nicht.

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Dobrindts Milliardenprogramm. Oder: Die Kunst, zitiert zu werden

Mit der Ankündigung, 2,7 Milliarden Euro für Neubau und Sanierung von Autobahnen, Bundesstraßen und Brücken auszugeben, ist Verkehrsminister Dobrindt ein PR-Coup gelungen. Die Meldung war in der Welt, bevor klar wurde, dass es eigentlich nicht viel Neues gibt.

Bild: Pixabay.com, WikimediaImages
Bild: Pixabay.com, WikimediaImages
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Das Streik-Rekordjahr. Vielleicht. Oder auch nicht.

"2015 dürfte ein Streik-Rekordjahr wie 2006 werden." Diese Aussage eines Wissenschaftlers des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat es am Donnerstag in viele Medien geschafft. Dabei ist sie fragwürdig.

"Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." Bild: pixabay.com, Niek Verlaan
"Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will." Bild: pixabay.com, Niek Verlaan
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Varoufake oder Varoufakefake?

Gerade wird wild diskutiert, ob Jan Böhmermann das aktuell wohl berühmteste Stinkefingervideo gefälscht hat oder nicht. Es braucht nur einen Tweet, um die Frage zu beantworten.

Ich verspreche, dass es schnell geht. Um herauszufinden, ob Jan Böhmermann das Stinkefinger-Video von Varoufakis manipuliert hat oder nicht kann man Experten befragen. Das Video Frame für Frame analysieren. Licht und Schatten untersuchen. Oder man erinnert sich an den Anfang der Debatte. Kurz nach der Jauch-Sendung hat sich Varoufakis zu Wort gemeldet und das "unverfälschte Video" auf Twitter verbreitet.

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Pegida und die angebliche Islamisierung des Abendlandes

Pegida-Anhänger ziehen seit Wochen durch Dresden oder andere Städte. In Nachrichtenmeldungen heißt es dann oft, dass sie gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes auf die Straße gegangen sind. Doch das Wort "angeblich" hat hier nichts zu suchen.

Pegida-Demo am 1.12.2014 in Dresden. Foto von flickr.com, Caruso Pinguin
Pegida-Demo am 1.12.2014 in Dresden. Foto von flickr.com, Caruso Pinguin
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Gestritten wird im Kindergarten und eher nicht in der Politik

Wenn sich politische Parteien über Themen auseinandersetzen ist schnell vom Streit die Rede. Dabei sollte man mit diesem Wort vorsichtiger sein.

Bild: pixabay .com, RyanMcGuire
Bild: pixabay .com, RyanMcGuire
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Lacher und Klicks um jeden Preis

Belgiens neue Gesundheitsministerin ist dick. Ein gefundenes Fressen für hämische Kommentare im Netz. Ein paar Gedanken dazu.

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Die IS und die Medien - wenn Nachrichten Propaganda verbreiten

Die Extremistengruppe "Islamischer Staat" hat dazu aufgerufen, Ungläubige zu töten. Die Organisation ist in Deutschland mittlerweile verboten, aber ihren Aufruf zu einer Straftat haben viele Medien verbreitet.

Screenshot des Videos "The Islamic State" von Vice News
Screenshot des Videos "The Islamic State" von Vice News

Vor einigen Monaten waren sie plötzlich da, für die Meisten wie aus dem Nichts. Kämpfer mit schwarzer Kleidung und Sturmgewehren. Sie verjagten eine von Amerika ausgerüstete Armee, nahmen etliche Städte ein, erreichten fast Bagdad. Sie mordeten und plünderten. Die IS-Extremisten haben es in kurzer Zeit geschafft, zum festen Bestandteil der Nachrichten zu werden. Grund ist nicht nur ihr militärischer Erfolg. Sie verbreiten Angst und Schrecken - schon immer eines der Ziele von Terroristen. Und sie wirken über die Grenzen des Iraks und Syriens hinaus. Die IS setzt dafür auch immer wieder auf die Kraft der Medien. Für die ist es ein schmaler Grat zwischen Propaganda und dem Auftrag, zu informieren. Dabei hilft meiner Meinung nach folgende Frage: Bekommt der Zuschauer eine neue, wesentliche Information oder nicht.

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Bilder können täuschen - auch anders, als gedacht

Eine Fotomontage macht im Internet die Runde. Zu sehen ist das gleiche Motiv, das drei unterschiedliche Sender für zwei unterschiedliche Konflikte nutzen. Echt oder Fake? Eine Spurensuche.

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